Die arabische Welt im Umbruch
Die Bürger Tunesiens und Ägyptens konnten sich bereits aus den Zwängen ihrer Diktatoren befreien, nun wird auch die Lage in Lybien immer gravierender. Wir sprachen mit Islamwissenschaftler Sebastian Sons.
In diesen Tagen werden wir Zeitzeugen eines politischen Umbruchs in der arabischen Welt. Die Bürger im Nahen Osten fordern nach zehrenden Jahren der Unterdrückung ihre Freiheit ein. In Tunesien und Ägypten mussten die totalitären Regimes vor den Aufständischen bereits kapitulieren. Seitdem werden beide Länder von einer Art Übergangsregierung geführt.
Auch in Libyen spitzt sich die Lage immer mehr zu. Machtinhaber Muammar al Gadhafi führt einen blutigen Kampf gegen sein eigenes Volk. Ein Ende des grausamen Konflikts, der schon jetzt zahlreiche Opfer zu verzeichnen hat, ist bisher nicht in Sicht. Tausende Flüchtlinge haben Angst um ihr Leben und hoffen auf die Hilfe der internationalen Gemeinschaft. Doch die westliche Welt hält mehr oder minder die Füße still und zögert vor dem Einsatz militärischer Truppen.
Wir wollen für euch ein wenig Licht ins Dunkel bringen und haben einen Experten zu Rate gezogen. Sebastian Sons ist Islamwissenschaftler, Journalist und wissenschaftlicher Abteilungsleiter des Deutschen Orient Instituts. Seht hier das Interview
Auch in anderen arabischen Staaten brodelt es. Im Jemen und in Bahrain könnte die Stimmung jederzeit umschlagen. Der Nahe Osten ist eine tickende Zeitbombe, deren Explosionspotential nur schwer einzuschätzen ist. Sebastian Sons klärt euch auf!