Kinder und Jugendliche stark machen
Mit Ihrer Initiative "Kinder stark machen" will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) – Kinder und Jugendliche vor den gesundheitlichen Gefahren von Suchtmitteln wie Alkohol, Tabak und illegalen Drogen schützen.
"Kinder und Jugendliche sollen lernen, auch gegen Gruppendruck "Nein" zu Suchtmitteln aller Art sagen zu können." Mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Prävention setzt die BZgA zu Hause, in der Schule oder im Sportverein an. Mit der Kampagne wendet sie sich an alle Erwachsenen, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Nicht nur Eltern und Lehrer, auch Trainer und Betreuer in Sportvereinen sind wichtige Vertrauenspersonen von Kindern, die diese maßgeblich in ihrer Entwicklung stärken und unterstützen können. Daher arbeitet die Bundeszentrale seit Jahren mit mitgliederstarken Sportverbänden zusammen: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Deutscher Fußball-Bund (DFB), Deutscher Turner-Bund (DTB), Deutscher Handball-Bund (DHB), Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV) und DJK-Sportjugend.
Um eine möglichst breite Öffentlichkeit für das Thema Suchtprävention zu erreichen, besucht das Team der "Kinder stark machen"-Initiative im Rahmen einer Tour jährlich rund 30 Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland. Sportvereine und soziale Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten können den Service des Kampagnen-Teams in Anspruch nehmen, das sie mit kostenlosen Informationsmaterialien zum Thema Sucht- und Drogenprävention versorgt. Seit 1995 ist die Bundeszentrale mit ihrem Motto "Zuschauen, Mitmachen und dabei jede Menge erfahren" deutschlandweit an Sport- und Familienfesten beteiligt. Botschaften sollen dabei ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt werden, Spiel und Spaß für Kinder sowie überzeugende Argumente für Erwachsene stehen im Vordergrund.
Die Initiative formuliert ihre Präsenz auf Familien- und Sportfesten folgendermaßen: "Mittelpunkt der Veranstaltungen ist das "Kinder stark machen"-Erlebnisland, das neben einem Infozelt und der Spielbühne verschiedene Spielstationen umfasst. Diese sind den Begriffen Vertrauen, Vorbilder, Mut, Gefühle, Anerkennung und Miteinander zugeordnet – jenen Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung zu starken Persönlichkeiten brauchen. Die Spielstationen laden sowohl Kinder als auch Eltern und Betreuer dazu ein, ihren Mut, ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist auszuprobieren. Im „Kinder stark machen“-Erlebnisland der BZgA stellen in der Regel auch die lokalen Fachstellen für Suchtvorbeugung ihr Beratungs- und Informationsangebot vor."
Auch die Homepage der Initiative hält ausführliche Informationen für Eltern zu unterschiedlichen Themen der Suchtprävention bei Kindern bereit: Suchtvorbeugung vor der Pubertät, in und nach der Pubertät und „Goldene Regeln“ für Eltern, um mit Kindern und Jugendlichen richtig über Drogen-, Alkohol- und Zigarettenkonsum sprechen zu können. Auch Trainer können auf der Website Informationen erhalten, um sich für die Arbeit mit Jugendlichen in Themen wie „Alkohol im Sportverein“, „Rauchen und Sport“ oder „Richtige Ernährung“ zu schulen.
Wer sich auf eigenen Veranstaltungen für Suchtvorbeugung einsetzen möchte, kann sich als Kooperationspartner für die "Kinder stark machen"-Tour jedes Jahr im Herbst bewerben.