Deutsch sein oder nicht deutsch sein...
03. November 2011
Vor rund 50 Jahren kamen die ersten türkischen Gastarbeiter nach Deutschland. Viele von ihnen blieben dauerhaft und bauten sich gemeinsam mit ihren Familien ein neues Leben auf. Heute sind die türkischstämmigen Deutschen nicht mehr wegzudenken. Sie haben unsere Kultur und unsere Gesellschaft maßgeblich beeinflusst und mit geprägt.
Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 in Bad Godesberg unterzeichnet und führte zum Beginn einer türkischen Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland. Die angeworbenen Arbeiter wurden in Deutschland als Gastarbeiter bezeichnet. Ähnliche Anwerbeabkommen schloss die Bundesrepublik Deutschland auch mit anderen Staaten: Griechenland, Italien, Jugoslawien, Marokko, Portugal, Spanien und Tunesien.
Doch die Integrationsdebatte reißt auch 50 Jahre nach dem Anwerbeabkommen nicht ab. Menschen mit Migrationshintergrund haben nicht selten mit Alltags-Rassismus zu kämpfen, obwohl sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.
Wann ist man denn eigentlich deutsch? Ist man deutsch, wenn man einen deutschen Pass hat? Ist man deutsch, wenn man die deutsche Sprache fließend beherrscht oder ist man erst dann deutsch, wenn man eine Schwäche für Sauerkraut und Currywurst hat? Wir haben und auf der Straße umgehört und nachgefragt: "Was ist typisch deutsch?"
Ist gar nicht mal so einfach, das mit dem Deutsch-Sein. Wir haben Experten zu Rate gezogen und den Gründern vom "Typisch Deutsch e.V." unsere Straßenumfrage gezeigt.
Typisch Deutsch e.V. ist eine bunte Gemeinschaft von Menschen, die multikulturell, multiethnisch und multireligiös sind, Alt- und Neudeutsche zusammenbringen und dabei den Begriff "Integration" völlig ablehnen. Weitere Infos findet ihr HIER.
Was ist deiner Meinung nach "typisch deutsch"? Schreib uns hier deinen Kommentar zu diesem Thema!