Gefahr von Rechts
Wie ist es zu erklären, dass eine neonazistische Untergrundorganisation 13 Jahre lang ihr brutales Unwesen treiben konnte, ohne jemals gefasst zu werden? Wir haben uns auf der Straße umgehör: Wie steht es um die neue, alte Gefahr von Rechts?
In diesen Tagen schockieren die Meldungen über drei Neonazis aus Thüringen, die jahrelang unerkannt morden und terrorisieren konnten, ohne dafür jemals zur Rechenschaft gezogen worden zu sein. Zwei von ihnen, die beiden Männer Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nahmen sich letzte Woche das Leben. Ihre angebliche Komplizin Beate Zschäpe stellte sich am Dienstag der Polizei. Ihr wird nun die Mittäterschaft an einer ganzen Mordserie vorgeworfen.
Diese Mordserie wird in der Presse oft als "Dönermorde" bezeichnet. Die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, sagte der ARD dazu: "Dies ist eine stereotype rassistische Klassifikationen und äußerst verletzend für die Opfer und ihre Angehörigen". Auch der Spiegel nannte den Begriff einen "traurigen Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft"(Quelle: Wikipedia)
Die Bundesregierung sieht sich laut Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich mit einer neuen Dimension „rechtsextremistischem Terrorismus“ konfrontiert. Die Bundesregierung, allen voran der Bundesverfassungsschutz steht in der Kritik, nicht frühzeitig reagiert und die Augen vor der rechten Gefahr verschlossen zu haben.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) ist ein deutscher Inlandsnachrichtendienst, dessen wichtigste Aufgabe die Überwachung von Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ist. Er ist somit dafür zuständig, extremistische und terroristische Strukturen und Organisationen zu erkennen, zu überwachen und aufzudecken und dadurch für die Sicherheit unseres Landes zu sorgen. (Quelle: Wikipedia)
Wie kann es sein, dass eine brutale, skrupellose Neonazi-Gruppierung 13 Jahre lang unbehelligt ihr Unwesen treiben kann, ohne dabei jemals gefasst zu werden?
Unser Moderator Cenk war in Berlin-Kreuzberg unterwegs und hat nachgefragt, was die Leute auf der Straße zu den neusten Aufdeckungen zu sagen haben und was man ihrer Meinung nach gegen die Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut tun kann.